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Das historische Bildarchiv der Arbeiter-Zeitung


Entstehungsgeschichte

Die Arbeiter-Zeitung wurde von Victor Adler im Jahr 1889 als Zentralorgan der österreichischen Sozialdemokratie gegründet. Sie erschien zunächst 14tägig, ab Oktober 1889 wöchentlich und ab 1895 bereits als Tageszeitung - bis zum Verbot durch die austrofaschistische Regierung am 12. Februar 1934. Im Exil in Brünn wurde bis zum 15. März 1938 eine wöchentliche Ausgabe produziert und nach Österreich eingeschmuggelt; 1945 erfolgte die Neugründung als Parteizeitung der SPÖ. Als die Tageszeitung 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde, war eines der umfangreichsten Bildarchive Österreichs entstanden, das etwa 600.000 Fotos umfasst.

Die systematische Archivierung der Pressefotos für die Redaktion der Arbeiter-Zeitung hatte mit Ende der 1920er Jahre begonnen, das Material selbst reicht aber bis in die 1880er Jahre zurück. Als Tageszeitung war die Arbeiter-Zeitung einer nationalen wie internationalen Berichterstattung verpflichtet, hatte darüber hinaus aber einen besonderen Wien-Schwerpunkt.

In der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus, 1934-1945, wurde die Infrastruktur des Verlages von den neuen Machthabern weiterhin genutzt und das Fotoarchiv erweitert. So konnte ein relativ lückenloses historisches Bildarchiv zur Geschichte des 20. Jahrhunderts entstehen. Aufgrund seiner inhaltlichen Qualität und Vielfalt ist es ein wertvolles Kulturerbe von internationaler Relevanz, das am 13. Februar 1997 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Erschließung und Nutzung

1997 wurde mit der Digitalisierung der Bestände begonnen; derzeit sind rund 60.000 Fotos in der Datenbank erfasst. Im Unterschied zu kommerziellen Fotoarchiven und Fotodatenbanken ist die Erschließung des Bildarchivs der Arbeiter-Zeitung vor allem an den Bedürfnissen von Bildungs- und Forschungseinrichtungen orientiert. Das heißt, dass möglichst umfassende Informationen zu den abgebildeten historischen Ereignissen, Personen und Örtlichkeiten erschlossen werden.

Über die Internet-Plattform Bildarchiv-Austria, die unter der Leitung der Österreichischen Nationalbibliothek gemeinsam mit dem ORF-Archiv, dem Fotoarchiv der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte und dem Bildarchiv der Arbeiter-Zeitung aufgebaut wurde, werden ausgewählte Bestände einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber hinaus steht das AZ-Bildarchiv im VGA Interessenten direkt für Anfragen und Recherchen zu bestimmten Themen offen ( Kontakt).

Eine Auswahl aus den umfangreichen Beständen


Politik und öffentliche Inszenierungen


Sport


Fußballfieber - Sammlung Mario Wiberal


Alltag


Persönlichkeiten