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    Altes Parteiarchiv (2)

    "Parteistellen" aus dem Archiv der Republik


    Die hier bezeichneten Archive wurden nach den Februarereignissen 1934 in den verschiedenen Räumlichkeiten der Sozialdemokratischen Partei von der Polizei konfisziert: Im Parteihaus der Rechten Wienzeile (Archiv Sozialdemokratischer Parteistellen, Militärverband der Republik Österreich, Soldatenräte), im Parlament (Sozialdemokratischer Parlamentsklub), im Haus der Niederösterreichischen Landesparteileitung und im Niederösterreichischen Landtagsklub (Archiv Sozialdemokratische Landesorganisation Niederösterreich) und in der Arbeiterbank (Archiv Arbeiterbank). Die im Büro von Karl Renner beschlagnahmten Materialien sind heute noch als Nachlass Karl Renner Teil der Bestände des Österreichischen Staatsarchivs. Mittlerweile hatte der von der Regierung kommissarisch eingesetzte Treuhänder des „Vorwärts“-Verlags das im Parteihaus befindliche Material einer Papierfabrik zwecks Einstampfung verkauft. Über Veranlassung der Generaldirektion des Staatsarchivs wurden diese Bestände (mit Ausnahme der als ‚belanglos’ bezeichneten Schriften und Drucksachen) in das Staatsarchiv rücktransportiert und Anfang August 1934 in Empfang genommen. Sie wurden in der Direktionszeit von Dr. Walter Goldinger grob geordnet und verzeichnet und im ‚Allgemeinen Verwaltungsarchiv’ zur Benützung freigegeben. 1991 wurden sie aus dem ‚Archiv der Republik’ restituiert und waren seither im Verein der Geschichte der Arbeiterbewegung zugänglich.